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Karneval wird in
Lichtenbusch schon seit vielen Jahrzehnten gefeiert.
Lange vor der Gründung der heutigen
Karnevalsgesellschaft, gab es Menschen wie den 1889 in
Kelmis geborenen Leonard Kohl, bekannt unter dem
Spitznamen „Nades“, der bei Karnevalssitzungen seine
Späße trieb.
Die ersten Anfänge, den Karneval in Lichtenbusch zu
organisieren, wurden 1936 gemacht, als Peter Scheen in
Lichtenbusch Prinz Karneval wurde.
Wie überall in Deutschland wurde in der Zeit des II.
Weltkrieges auch in Lichtenbusch Karneval nicht
gefeiert.
Im Jahr 1949 wurde der Fußballverein SC „Grün-Weiss
Lichtenbusch“ gegründet, der ab 1952 eine Unterabteilung
Karneval unterhielt. |
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Im Jahr 1963 beschlossen Lambert Hoffmann,
Leo Sebralla und Addy Mikus die Gründung der
„Karnevalsgesellschaft Grün – Weiss Lichtenbusch“. Nach ihren
Vorstellungen sollte auch in Lichtenbusch ein Prinz Karneval die
Narren regieren.
Auf Initiative von Leo Sebralla sollte Lambert Hoffmann Prinz
Karneval von Lichtenbusch werden. Gerd Könen und Heinz Bartz
machten den Vorschlag, gemeinsam ein Dreigestirn zu bilden.
1966 war es dann endlich so weit. Während der Karnevalssitzung
trugen vier Leute eine Sänfte mit einer in einen Sack gehüllten
Person auf die Bühne, ihr schlossen sich zwei weitere Gestalten
in grünen Säcken an.

Die vermummten drei Personen entpuppten sich als das erste
Dreigestirn des Lichtenbuscher Karnevals: Prinz Lambert I.
(Lambert Hoffmann), Bauer Heinz Bartz und die Jungfrau Gerd
Könen.
Seit dieser denkwürdigen Sitzung des Jahres 1966 ist es in
Lichtenbusch Brauch, ein Dreigestirn zu proklamieren. Bis zum
heutigen Tage wird das designierte Dreigestirn zur Proklamation
verhüllt in den Saal geführt und durch die Prinzengarde der KG
enthüllt.
Geheimhaltung wird groß geschrieben in Lichtenbusch. Bis zur
Proklamation kennt nur der Präsident die Namen des künftigen
Dreigestirns.
Prinz, Bauer und Jungfrau gibt es in Aachen nur im Stadtteil
Lichtenbusch. Die Anlehnung an das Kölner Vorbild ist
unverkennbar. Selbstverständlich steckt im Gewand der Jungfrau
ein Mann. Der Bauer ist die Symbolfigur für Wehrhaftigkeit und
der Prinz steht für „Butzcher un Kamelle“.
Lichtenbuscher Karneval ist eine grenzüberschreitende
Angelegenheit. Zu Zeiten der Schlagbäume prägte die Grenze
zwischen den Lichtenbuschern auf deutscher und auf belgischer
Seite das Bild der Karnevalsumzüge. Auf manchen Karnevalswagen
war der Schlagbaum zu finden. Bis zum heutigen Tag überschritt
der Karnevalszug nur zweimal die Grenze. Orden und auch die
Standarte wurden oft mit dem Motto „Karneval ohne Grenzen“
versehen. Es gab den Zollorden und regelmäßig wurde das Zollhaus
besucht.
1991, als der Golfkrieg ausbrach, fand offiziell kein Karneval
statt. Die Lichtenbuscher fanden einen Ausweg, sie feierten in
Privaträumen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Weil bereits
Verträge mit Künstlern abgeschlossen waren, wurde die
Proklamation des Dreigestirns jedoch durchgeführt.
Lichtenbuscher denken auch praktisch, was sich darin zeigt, dass
das Dreigestirn der „ausgefallenen Session 1991 auch im
folgenden Jahr 1992 die Lichtenbuscher Narren regierte.
Die KG Grün-Weiss Lichtenbusch feiert ihr 44 jähriges
Vereinsjubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen.
Termine:
05.02.2010 Möhneball
07.02.2010 Öcher-Platt-Messe
13.02.2010 Prinzenball
14.02.2010 Karnevalszug |