Polizeipräsident Klaus Oelze

1949   in Diepholz geboren, verheiratet 2 Kinder,
Jurastudium in Freiburg und Bochum, Polizeipräsident in Oberhausen, seit 2003 Polizeipräsident in Aachen,

 

 

 

Wir fragten Klaus Oelze:

Seit wann sind Sie „erster Polizist“ in Aachen?

Seit Mai 2003.

Hatten Sie an Ihren bisherigen Dienstorten bereits Kontakt zum Karneval?

Bevor ich nach Aachen kam, war ich Polizeipräsident in Oberhausen und habe dort gelernt, dass Oberhausen eine Karnevalshochburg ist.

Welchen Stellenwert hat für Sie - als „Zugereister“ - Karneval?

Also, ich bin kein Karnevalist. Das hat etwas zu tun mit Prägung. Man ist in Niedersachsen, wo ich aufgewachsen bin, eher „karnevalsfern“. Für mich hat Karneval in Aachen, aber auch schon in Oberhausen, einen hohen Stellenwert, weil er mich beruflich fordert. Natürlich hat der Karneval auch bestimmte Ansprüche an die Polizei, die auch sehr vehement mitgeteilt werden. Es ist selbstverständlich, dass wir unsere Aufgaben im Karneval wahrnehmen.  Für mich als Repräsentanten der Polizei ist es selbstverständlich am Öcher Karneval  teilzunehmen. Ich bin aber wohl kein Karnevalsjeck im echten Sinne.

Wie würden Sie den Aachener Karneval charakterisieren?

Auf der einen Seite sehe ich das große, schöne Straßenvolksfest in der Region, auf der anderen Seite den Saalkarneval. Das ergibt ein ganz buntes Bild, da ist für jeden etwas dabei.  Vom  AKV mit der Veranstaltung „Wider den tierischen Ernst“ über die farbenprächtige, von mir sehr geschätzten Öcher Penn bis hin zur Saalsitzung des Polizeisportvereins, um nur einige beispielhaft zu nennen. Auf der anderen Seite haben wir den fröhlichen und ausgelassenen Straßenkarneval.

Karneval in Aachen, dass hat schon was und es macht Spaß dabei sein.

Traditionell steht die Polizei für „Ruhe, Ordnung und Sittsamkeit“. In früheren Zeiten waren Karnevalssitzungen noch genehmigungspflichtig. Wo sehen Sie als Polizeipräsident die Grenze im Karneval? Lassen Sie in der fünften Jahreszeit auch mal schneller eine „5“ gerade sein? 

Wir lassen sicher keine „5“ gerade sein beim Thema „Alkohol am Steuer“. Da verstehen wir aus guten Gründen keinen Spaß und da bin ich mir der Zustimmung des Karnevals sicher. Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass die Polizei so weit in der Mitte der Gesellschaft angelangt ist, dass sie in keinerlei Gegensätzlichkeit zum Karneval steht. Polizei ist auch dazu da, Karneval in seiner Sicherheit und seinem Ablauf zu gewährleisten.

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