Wilm Lürken

Rechtsanwalt, Jahrgang 1945,

in Aachen geboren, verheiratet, 3 Kinder,

Präsident der Karnevalsgesellschaft Aachener Narrenzunft gegr. 1892 e.V.

und Präsident des Ausschuss Aachener Karneval e. V.

 

 

Seit 1998 ist Wilm Lürken der „Präsident der Präsidenten“. Er sitzt dem Ausschuss Aachener Karneval e. V. (AAK) vor und ist Vertreter des Karnevals in Aachen. Mit seiner ruhigen und humorvollen Art sieht man ihn bei fast jeder Karnevalsveranstaltung. Er lenkt auch als deren Präsident die Geschicke der Aachener Narrenzunft.

 

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Wir fragten Wilm Lürken:

Wann hatten Sie zum ersten Mal Kontakt mit dem Aachener Karneval?

„Das muss Ende der 50er Jahre gewesen sein - als mein zwischenzeitlich verstorbener Freund Hermann Gatersleben Märchenprinz der Stadt Aachen war. Da habe ich mit meinen Eltern an der Großkölnstraße die Karnevalszüge angeschaut.“

 

Sie sind Präsident des Ausschuss Aachener Karneval (AAK). Welche Aufgabe hat dieser Ausschuss?

„Er ist der Dachverband aller organisierten Karnevalsvereine in Aachen, dessen Zweck die Brauchtumspflege ist. Die Kontakte zwischen den jeweiligen Mitgliedsvereinen und zum Bund Deutscher Karneval sind neben der Organisation des Kinderzuges und des Rosenmontagszuges in Aachen wichtige Aufgaben des Ausschusses. Außerdem organisiert er unter anderem den jährlichen „Ball der Mariechen“ und am 11. November eines jeden Jahres den Sessionsauftakt „Vür wecke Öcher Jecke“ am Holzgraben. Wir sind Repräsentant und der Vertreter des Karnevals in Aachen.“

 

Es hat kürzlich Neuwahlen beim AAK gegeben. Versprechen Sie sich vom Ergebnis dieser Wahl auch neue Impulse für den Aachener Karneval?

„Ja natürlich. Unser größter Wunsch ist es, wenn der Ausschuss selbst Veranstaltungen organisiert, die nicht nur speziell für die Vertreter der Aachener Karnevalsvereine, sondern für alle Aachener von Interesse sind. Wir überlegen, neue Veranstaltungen in Aachen zu platzieren. Vielleicht ist ein Karnevalsball mit Sitzung der richtige Weg. Wir wollen auch den Rosenmontagszug verbessern, eventuell soll der Zug unter einem jährlichen Motto stehen. Das darf aber nicht zu teuer werden. Wir überlegen in diese Richtungen weiter. Gleichzeitig soll der Ausschuss bekannter werden. Unsere Vorstandsmitglieder M. Hamacher und U. Wellen sollen sich verstärkt darum bemühen.“

 

Wir beobachten einen Wandel bei den Karnevalsveranstaltungen hin zu Party und Event. Ist der traditionelle Karneval out?

„Nein, die Tradition darf und wird nicht verschwinden. Wir müssen aber die Zeichen der Zeit sehen und sie auch annehmen und in den traditionellen Karneval integrieren.“


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