AACHENER ORIGINALE

   
Lennet Kann

1845 in ärmlichen Verhältnissen in Aachen geboren, wächst der spindeldürre, für die damalige Zeit, auffallend großwüchsige Leonard, Lennet gerufene Bube auf. Nach dem frühen Tod der Mutter wächst Lennet bei den Nonnen auf.
Der erwachsene Leonard van Kann, wie sein Name wirklich hieß, war ein gepflegter, ruhiger Zeitgenosse, lebte vom Betteln und von mildtätigen Gaben der Aachener Klöster.
Sein gestelzter Gang, die baumelnden Arme, wie sein ganzes Erscheinungsbild zogen Kinderscharen aber auch die stets zu Scherzen aufgelegte Aachener Studentenschaft an.
Oft marschierte Lennet an der Spitze einer singenden Kinderschar durch die Stadt. Die Studenten luden Lennet zu ihren Festen und Umzügen ein und hielten ihn frei.
Oft war Leonard van Kann auch im Aachener Wald anzutreffen. Dort saß er zufrieden auf seiner Bank in der Nähe des Waldrestaurants Waldschänke.
1916 im Alter von 70 Jahren starb Lennet.

Lennet Kann erlangte durch die Festsitzung des Aachener Karnevalsvereins zur Verleihung des "Ordens wider den tierischen Ernst" deutschlandweit über Presse Funk und Fernsehen Bekanntheit. Dirk von Petzold besingt ihn in dem Karnevalslied "Dat es dr Lennet".

 
 
 
Skizze: Mattschö Stevens
 
 
 

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